Imkerkurs 2019

Infoabend und Kuranmeldung

Bienen sind oft in den Medien: Besonders im Sommerloch geben Printmedien, Radio und Fernehem ungefiltert Meinungen einzelner Imker wider. Mal sind zu viele Imker, dann das Bienensterben, das „ohne Bienen stirbt der Mensch“-Zenario, zu hohe Bienenvölkerdichte usw.

Statistisch gesehen hat die Schweiz eine relativ hohe Bienendichte. Das hängt zusammen mit der Bevölkerungsdichte (Basel-Stadt hat etwa 20-mal mehr Bienen als das Urner- oder Bündnerland pro Quadratkilometer) und der Genauigkeit wie die Schweizer Imker zählen: In Ländern wo Imker Abgaben zahlen müssen (z.B Baden-Würtenberg die Tierseuchenabgabe), zählen die Imker anders als In Ländern wo die EU-Subventionen im Vergleich zu den örtlichen Löhnen hoch sind.

Bei guter Trachtlage spielt es keine Rolle wie viele Völker Honig sammeln, dann gibt es für alle genug. Ist die Tracht schlecht, bzw. die Bienen müssen zu weit fliegen, dann ist für alle zu wenig da. Trotzdem wird die Biene nicht so bald aussterben, auch wenn viele Imker den Völkern noch so viele Steine in den weg stellen und mangels Verständnis für die Natur der Biene die Völker zum Schwärmen antreiben und dieses dann auch wieder arbeitsintensiv zu verhindern suchen…

Bienen kann man fast überall halten. Auf dem Balkon, Terrase oder Gartensitzplatz, bei der Ferienwohnung, im Bienenhaus, im wettergeschützten Unterstand oder unter einem Vordach und natürlich im Freien. Auch spielt es nicht so eine Rolle, ob man ganz wenige Völker hat oder über dem Deutschschweizer Schnitt von acht Völkern ist.   

Ich möchte den angehenden Imkerinnen und Imker zeigen wie die Arbeiten am Bienenvolk in der Praxis aussehen und worauf man achten soll damit sich das Volk prächtig entwickeln kann. Den Honig sammeln dann die Bienen ja bekanntlich selber…

Ich habe das Imkern vor 30 Jahren an der Steirischen Imkerschule erlernt, der Berufsschule für Erwerbsimker. Damals gab es im Thurgau nur Bienenhausimker.  

Kursleitung: Fredi Stadler

 

 

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